Case Study: Wie Wohnungsbau durch frühe Energieberatung wirtschaftlicher wird [Bergerstraße 30 in Witten]
- Ben Weiss

- 18. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Stunden



Bergerstraße 30 in Witten ist ein Projekt der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte, das viele Wohnungsgenossenschaften und Bauträger gut kennen, zumindest in seinen Ausgangsfragen: Wie sichere ich Förderfähigkeit frühzeitig ab? Wie halte ich Bau- und Betriebskosten im Griff? Und wie vermeide ich teure Planungsänderungen, wenn der Bau längst läuft?
Die Antwort liegt nicht in einzelnen technischen Maßnahmen, sondern in der Art, wie Planung im Wohnungsbau gedacht und umgesetzt wird.
Gemeinsam mit RIAN Architektur begleitete PBA-Weiss die Planung eines Mehrfamilienhauses mit 44 Wohneinheiten, integrierter Kindertagesstätte und Tiefgarage. Ein Projekt mit sozialer Nutzung, komplexer Technik und klaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, typisch für den geförderten Wohnungsbau.
Planung beginnt mit Klarheit, nicht mit Technik
Schon zu Beginn stand fest: Das Gebäude muss die KfW-Standards sowie die Förderkriterien des klimafreundlichen Neubaus (KFN) erfüllen. Für viele Bauherren ist genau das der kritische Punkt, an dem Projekte unsicher werden. Förderlogik, Architektur und Technik laufen oft nebeneinander her, mit hohem Risiko für Nachbesserungen und Fördermittelverluste.
Bei der Bergerstraße 30 wurde der Wärmeschutz konsequent als Ergebnis der Bauform und Detailplanung entwickelt. Thermisch optimierte Anschlüsse, reduzierte Wärmebrücken und die enge Abstimmung zwischen Architektur und TGA-Planung sorgten dafür, dass Förderfähigkeit nicht nachgerechnet, sondern planerisch abgesichert wurde.
Energieeffizienz, die Betriebskosten senkt
Gerade Wohnungsgenossenschaften und kommunale Gesellschaften denken langfristig. Deshalb wurde die Anlagentechnik nicht auf maximale Komplexität, sondern auf Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Niedrige Systemtemperaturen, klar getrennte Versorgungszonen für Wohnen und Kita sowie eine bedarfsgerechte Regelung schaffen die Grundlage für dauerhaft niedrige Nebenkosten.
Ein zentrales Thema war die Leitungsführung. Früh festgelegte Schächte, minimale horizontale Verteilungen und eine saubere Integration in die Architektur reduzierten Abhängungen, Schallprobleme und spätere Anpassungen auf der Baustelle deutlich.
Detailtiefe als Schutz vor Nachträgen
Viele Bauvorhaben verlieren Zeit und Geld in der Ausführungsphase. Bei diesem Projekt war die Ausführungs- bzw. Detailplanung der entscheidende Hebel. Fensteranschlüsse, Übergänge zwischen Wohnen, Kita und Tiefgarage sowie schallsensible Bereiche wurden präzise geplant.Für den Bauherrn bedeutete das: weniger Rückfragen, schnellere Abläufe und eine hohe Kostensicherheit, ein klarer Vorteil gerade im geförderten Wohnungsbau.

BIM: Probleme lösen, bevor sie teuer werden
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die Arbeit mit BIM im Wohnungsbau. Anforderungen, Schnittstellen und Konfliktpunkte wurden direkt am digitalen Zwilling geklärt. Alle Projektbeteiligten arbeiteten mit demselben Planungsstand. Dadurch konnten Durchbrüche vollständig koordiniert, ein hoher Vorfertigungsgrad erreicht und sogar der Einsatz von vorgefertigten Badmodulen ermöglicht werden. Konflikte wurden im Modell gelöst, nicht auf der Baustelle.
Warum dieses Projekt für Sie relevant ist
Bergerstraße 30 zeigt, dass Energieberatung im Wohnungsbau weit mehr ist als ein formaler Nachweis. Früh integriert, wird sie zum strategischen Instrument, zur Sicherung von Fördermitteln, zur Reduzierung von Bau- und Betriebskosten und zur Entlastung interner Projektteams.
PBA-Weiss begleitet Wohnungsgenossenschaften, kommunale Gesellschaften und Bauträger im Neu- und Altbau genau an dieser entscheidenden Schnittstelle, dort, wo Planung über Wirtschaftlichkeit entscheidet.
Unser Fazit für den Wohnungsbau
Dieses Projekt steht exemplarisch für einen Ansatz, der sich skalieren lässt. Wer Wohnraum schaffen will, ohne Fördermittelrisiken, Nachträge und unnötige Komplexität, braucht Klarheit in der Planung, früh, integriert und praxisnah. Genau hier setzt unsere Beratung an.

Falls auch Sie vor der Frage stehen, wie sich Förderanforderungen, Wirtschaftlichkeit und technische Planung sinnvoll zusammenbringen lassen, unterstützen wir Sie gerne mit unserer Erfahrung aus vergleichbaren Projekten.

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